Einmal um den Bederkesaer See

Rundwanderung unter 7 km

Der Bederkesaer See ist ein Moorsee und liegt direkt am Kurort Bad Bederkesa. Es gibt verschiedene Wanderwege entlang des Sees, durch den Holzurburger Wald und entlang des Kanals. Der Rundweg um den See ist mit unter 7 km Länge ein recht kurzer Wanderweg.


An einem wunderbar sonnigen Sonntag Anfang März, fuhren Insa, ich und zwei Freunde von Bremen Richtung Norden nach Bad Bederkesa, wo wir alle bisher noch nie gewesen waren. Ein großer Parkplatz neben der Burg, nur wenige Minuten vom See entfernt, machte das Parken leicht.

Entlang eines kleinen Grabens ging es hinab zum Wasser, das unter dem wolkenlosen Himmel tiefblau strahlte. Ein Kanal trennte uns noch vom eigentlichen See: der Schifffahrtsweg Elbe-Weser (Aue). Mehrere geschwungene Fußgängerbrücken führten zu dem schmalen Landstreifen zwischen Kanal und See, auf dem ein paar Bäume und ein Restaurant standen. Eine Tafel informierte über die verschiedenen Wandermöglichkeiten, die mit unterschiedlichen Symbolen gekennzeichnet waren. Wir würden dem „S“ auf blauem Grund folgen, dem Seeweg.

Wir beschlossen mit dem Uhrzeigersinn zu gehen und bogen somit nach der Brücke links ab auf der Landzunge, die nun breiter wurde. Eine Allee von jungen Bäumen, an denen noch das alte Herbstlaub hing, blockierte die warmen Sonnenstrahlen nicht, so dass wir entspannt losliefen. Wir hatten es nicht eilig. Nach einen Abzweig nach rechts, kamen wir zu einer Aussichtsplattform, auf die wir hinaufstiegen, um den Seeblick von oben zu genießen. Ein Teil des flachen Sees steht unter Naturschutz und bietet vielen Vogelarten eine Heimat. Vorbei am Hauptmann Böse Gedenkstein, ging es hinein in den Holzurburger Wald, der die komplette nördliche Hälfte des Sees umschließt.

Auf der anderen Seite des Sees veränderte sich die Landschaft wieder und wir hatten wieder mehr Möglichkeiten den See zu sehen. Auf einem breiten Schotterweg ging es durch die flache Landschaft. Rechts neben uns Schilf und blaues Wasser und links Wiesen und landwirtschaftliche Flächen.

Auf einer Bank in der Sonne machten wir eine größere Pause und aßen unsere mitgebrachten Snacks, denn bei dem tollen Wetter, mussten wir die Wanderung auf jeden Fall in die Länge ziehen. Kurz nachdem wir wieder gestartet waren, kamen wir zur zweiten Aussichtsplattform, auf die wir auch hinaufstiegen, um den See auch von dieser Seite zu bewundern.

Es ging entspannt weiter, immer wieder trafen wir auf andere Spaziergänger und Hundehalter, die sich auch über das warme Wetter freuten. Eine kleine Treppe führte uns kurze Zeit später wieder hinauf auf den Deich, der den Kanal begrenzte, so dass wir unseren Startpunkt schon wieder sehen konnten. Wir beschlossen die Brücke hier zurück auf das Festland zu nehmen und kamen langsam wieder zurück zu dem Spielplatz und den Imbissbuden und Cafés. Motorradfahrer hatten sich am Biketreff vor dem „Pavillon an der Burg“ versammelt und wir beschlossen uns dort auch mit einer Pommes zu stärken, bevor wir wieder nach Hause fahren würden.

Wir waren uns alle einig, dass sich ein Besuch des Ortes und Sees lohnt und man vielleicht für ein Wellness-Wochenende wiederkommen könnte. Was für ein schöner Ausflug, der gleichzeitig auch meine 3. Seeumrundung der 10 größten Seen Niedersachsens war (das Zwischenahner Meer und das Steinhuder Meer habe ich dieses Jahr schon umrundet).

Mareike

35 Jahre, aus der Nähe von Bremen.

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