Wilde Geest zu Fuß – Hasbruch

Ich wandere gern die ausgeschilderten Wege der „Wilden Geest zu Fuß“ in der Wildeshauser Geest. Sie sind gut ausgeschildert, abwechslungsreich und gut konzipiert. Im Hasbruch war ich selbst schon häufiger unterwegs, zum Beispiel bei dieser Route mit dem Fahrrad. Als ich jedoch Besuch von einer Freundin aus Wales hatte, stand schnell fest, dass wir den Wald noch einmal zusammen besuchen wollen.


Und so machten wir uns an einem sonnigen Dienstag im Mai auf den Weg zum Hasbruch. Wir parkten im kleinen Ort Falkenburg, wie von der offiziellen Seite der Wildeshauser Geest vorgeschlagen. Nun konnten wir uns entscheiden in welche Richtung wir den Rundwanderweg laufen wollten, denn er war in beide Richtungen von hieraus ausgeschildert.

Ich ließ meine Freundin Joanne entscheiden und so wanderten wir zunächst in Richtung Norden. Der Weg führte zunächst an einer Straße entlang, die jedoch von Bäumen gesäumt war. Wir waren sehr froh, dass wir uns für diese Wanderung entschieden haben, denn es war sehr warmes Wetter und diese Wanderung verlief hauptsächlich durch den schattigen Wald.

Als wir den Hasbruch erreichten, wechselte die Straße zu einem Waldweg. Nach kurzer Zeit erreichten wir dann auch schon den Aussichtsturm, von dem man eine gute Übersicht über die grüne Landschaft und die Brookbäke erhält. Die Brookbäke ist ein nur ca. 2 km langer Bach im Hasbruch, die auch als Lebensader betitelt wird. Denn an ihren Ufern findet man Tier- und Pflanzenarten, die sich innerhalb dieses Waldes nur dort ansiedeln.

Wir folgten weiter den roten Wegmarkierungen und kamen an der Jagdhütte vorbei. Dann führte uns der Weg durch den Wald bis wir schließlich die Friederikeneiche errreichten – die zweitälteste Eiche Deutschlands. Etwas schade ist, dass diese nicht Teil des Rundwegs ist. Sie ist zwar nur einige Meter entfernt, doch wenn man nicht aktiv danach schaut, würde man einfach daran vorbei laufen. Es gibt nämlich auch kein „Abzweig zur Friederikeneiche“-Schild oder Ähnliches. Deswegen war es gut, dass ich mich zumindest ein bisschen auskannte und wusste in welcher Ecke wir die Augen offen halten müssen.

Als wir dem Waldweg weiter folgten, entdeckten wir eine Blindschleiche auf dem Weg und hatten somit ein besonderes Highlight auf dieser Wanderung – ich habe mindestens seit meiner Kindheit keine Blindschleiche mehr gesehen, wenn damals überhaupt. Daran kann ich mich zumindest nicht erinnern.

Wir erreichten dann einen Bauernhof mit einigen Schafen und entschieden uns hier unsere Mittagspause einzulegen. Wir schauten den Schafen beim fressen zu und sie uns. Der Weg führte uns nun vorbei an Feldern bis zur Windmühle „De Lütje Anja“, die unter Denkmalschutz steht. Hier macht wir noch eine kurze Pause und schauten uns die Windmühle von allen Seiten an.

Danach war es nicht mehr weit zurück zu unserem Parkplatz, den wir nach etwas weniger als 15 km und nach ca. 4 Stunden erreichten.

Insa

35 Jahre, aus der Nähe von Bremen

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