Rundwanderweg 8 „Löns“ Walsrode

Im Januar starteten Insa und ich voller Elan ins neue Wanderjahr. Vor längerer Zeit hatten wir schon einmal eine Wanderung in Walsrode unternommen, aber diese hatte sich auf Grund von sehr schlechter Beschilderung als – sagen wir mal – Fail entpuppt. Nichtsdestotrotz wollten wir Walsrode noch ein Chance geben und entschieden uns für den Rundwanderweg RWW8: Einen ca. 16 km langen Rundkurs durch die Innenstadt von Walsrode, entlang der Böhme, durch Wälder und das unmittelbare Umland von Walsrode, entlang von Seen und Bächen, Feldern und Kirchen und wieder zurück zum Ausgangspunkt. Das Highlight der Wanderung ist dabei das Grab von Hermann Löns.


Gedenkstein Hermann Löns in Walsrode
Gedenkstein für Hermann Löns

Gesagt getan: wir trafen uns in getrennten Autos ankommend am Parkplatz in der Oskar-Wolff-Straße direkt in der Innenstadt von Walsrode. Dieses Mal hatten wir extra vorgesorgt und die GPS-Dateien sicherheitshalber doppelt geprüft. Laut der Informationen auf der offiziellen Heidetourismusseite, sollte der Weg mit gelben Schildern und einer „8“ gekennzeichnet sein.

Frau vor Wegweiser
Wir folgen dem Schild mit der 8

Wie auf dem Bild oben zu erahnen, waren natürlich nicht alle Schilder in Gelb mit einer schwarzen „8“. Es gab bestimmt 8 verschiedene Wegweiser für den RWW8 „Löns“. Das wäre auch eigentlich kein großes Problem gewesen, nur leider wiederholte sich unser Erlebnis aus der Vergangenheit und wir mussten mehrfach feststellen, dass wir ohne GPS-Daten den Weg nur anhand der Beschilderung nicht hätten finden können. Sehr schade, aber wir waren ja vorbereitet und checkten somit lieber einmal öfter die Koordinaten auf dem Smartphone. Daher lautet unsere Empfehlung für jeden, der unbeirrt und ohne böse Überraschungen in Walsrode wandern will, sichert euch zwecks Route hier besser doppelt ab.

Die Luft war klar und es herrschten die ganze Zeit Temperaturen um den Gefrierpunkt. Die taten unserer Motivation aber keinen Abbruch, denn schließlich sind wir bekannt für unser Wandern bei jedem Wetter.

Aussichten entlang des Weges
Aussichten entlang des Weges

Nun aber zur eigentlichen Wanderung durch Walsrode und dem Wandeln auf den Spuren von Hermann Löns. Zu allererst liefen wir durch die menschenleere Innenstadt von Walsrode bis zum Bahnhof, wo uns direkt ein alter Bekannter begegnete: Das weiße „F“ des Freudenthalwegs. Die beiden Wanderwege verliefen hier für einige Zeit parallel, so dass wir die Gegend tatsächlich schon kannten aus der 3. Etappe des Freudenthalwegs (dazu mehr in unserem Beitrag „Freudenhalweg Etappe 3„).

Gefrorene Pfütze
Es war kalt…

Wir folgten der Böhme und den Bahngleisen von Walsrode bis wir schließlich in den Tietlinger Wacholderhain kamen. Hier befindet sich das Grab von Hermann Löns. An derselben Stelle waren wir schon vor ca. 3 Monaten gewandert und so beschlossen wir direkt vor dem Grab unser heutiges Mittagspäuschen zu machen.

Frau vor Bahnübergang in Walsrode
Tschüss Walsrode!

Danach ging es entlang der Golffelder weiter und schließlich verließen wir auch den uns bereits bekannten Weg mit den „F“s, um den Rückweg nach Walsrode anzutreten. Es war noch immer um die null Grad und so liefen wir entlang der mit Laub bedeckten Feldwege und zugefrorenen kleinen Pfützen Richtung Meinerdingen. Hier führte der Weg entlang der Ev. -luth. St. Georg Kirche zurück nach Walsrode.

Frau steht in Herz auf Wiese
Interessante Skulpturen am Wegesrand

Während wir durch den Industriepark von Walsrode liefen, freuten wir uns erneut, dass wir mal wieder so viel Glück mit dem Wetter hatten. Kein Regen und mit der Kälte kamen wir gut klar, denn die Bewegung wärmt schnell den ganzen Körper. Außerdem sinnierten wir über zukünftige Wanderungen und unseren Blog. Somit verging die Zeit wie im Flug und wir erreichten nach knapp 3,5 Stunden wieder die Innenstadt von Walsrode. Kurz nutzen wir die Zeit, um nach langer Zeit mal wieder zu Bouldern, da die Parkanlage in Walsrode einen sehr gut ausgestatteten Spielplatz hatte.

Frau an Boulderwand in Walsrode
Immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung

Nach den 16 Kilometern waren wir zwar etwas durchgefroren, aber nicht allzu erschöpft.

Fazit: Leider hatten die Wege in Walsrode wieder nicht recht unsere Erwartungen erfüllt. Dennoch war es eine schöne Wanderung und eine herrliche Erinnerung an den Freudenthalweg.

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