Wien rundumadum – Tag 2

von Hütteldorf nach Oberlaa

Nachdem ich an meinem ersten Wandertag bereits 26 km des ca. 120 km langen Wanderwegs hinter mich gebracht hatte, stand nun der zweite Tag an. Zunächst fuhr ich mit der U-Bahn zum Bahnhof nach Hütteldorf, den ich ja bereits vom Vortag kannte, und wanderte von hier los.


Wieder entschied ich mich, als typischer Frühaufsteher, meine Wanderung bereits bei Sonnenaufgang zu beginnen. Diesmal erreichte ich den Start der Wanderung sogar schon im Morgengrauen. Da der erste Teil jedoch noch durch Wohngebiete führt, war dies natürlich auch kein Problem.

Ich wanderte erst einmal durch beleuchtete Straßen, auf denen es um diese Uhrzeit noch recht leer war. Als ich den Eingang des Lainzer Tiergartens gegen sieben Uhr erreichte, musste ich feststellen, dass meine Planung vielleicht doch nicht ganz optimal gelaufen war. Es gibt nämlich ab diesem Punkt zwei verschiedene Routen, eine durch den Tiergarten und einen an der Außenmauer entlang. Eigentlich hatte ich vor gehabt durch den Tiergarten zu gehen, da mir diese Route idyllischer erschien. Als ich jedoch vorm Eingang stand, musste ich feststellen, dass dieser erst um acht Uhr öffnet. Eine Stunde wollte ich auf gar keinen Fall warten und entschied mich dann den Alternativweg zu wandern.

Dieser führte dann zunächst wenig idyllisch entlang einer viel befahrenen Hauptverkehrsstraße. Als der Weg danach in den Wald führte, war ich wieder zufrieden und so wanderte ich immer entlang der Mauer des Lainzer Tiergartens. Der Weg war wieder einmal gut ausgeschildert, so dass man selbst Abzweigungen zu kleinen Wegen nicht übersehen konnte. Viele Teile des rundumadum-Wanderwegs sind ebenfalls ausgeschilderte Mountain-Bike-Wege und so sah ich auch viele Radspuren im Matsch auf dem Weg. Zeitweise wurde es beim Bergaufgehen auch etwas rutschig und deswegen war ich besonders froh, dass ich meine Wanderschuhe angezogen hatte. Außerdem wurde es im Wald zunehmend nebliger.

Entlang der Außenmauer des Lainzer Tiergartens

Als ich das Gebiet rund um den Tiergarten schließlich hinter mir ließ, war ich froh, dass ich mich am Vortag dagegen entschieden hatte noch weiter zu laufen, denn es dauert wirklich eine Weile bis man wieder auf eine Bushaltestelle oder Ähnliches trifft.

Zurück in der Zivilisation wanderte ich entlang eines kleinen Bachs, der Liesing, durch verschiedene Randbezirke Wiens. Vorbei an Hochhäusern, Einfamilienhäusern und Geschäften ging es einmal durch den S-Bahnhof in Liesing. Hier merkte ich auch, dass man sich gar nicht so genau an die vorgeschlagenen Etappeneinteilungen halten muss, denn es gibt unterwegs noch viel mehr Möglichkeiten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln wieder in meine Ferienwohnung zu kommen. Ich entschied mich also weiter zulaufen.

Immer entlang der Liesing wanderte ich weiter, je mehr Kilometer ich hinter mich brachte, um so anstrengender wurde es natürlich auch, aber ich konnte das Gefühl der Freiheit noch genießen.

Als ich das Naherholungsgebiet Wienerberg erreichte, stellte ich fest, dass dies perfekt für meine Joggingrunde wäre, die ich am folgenden Tag geplant hatte. Denn das Wetter sollte nicht so gut werden und ich hatte mir vorgenommen an diesem Tag etwas Sightseeing zu machen. Außerdem konnte eine kleine Pause vom Wandern auch nicht schaden.

Vom Wienerberg lief ich weiter durch Wohnstraßen und ein Kleingartengebiet bis ich den Stadtteil Oberlaa erreichte. Hier beschloss ich an der U-Bahnstation Alaudagasse meine Wanderung für diesen Tag nach über 33 Kilometern und mehr als 8 Stunden zu beenden. Die U-Bahnstation befindet sich ungefähr 100 m abseits der Route und so war dies nur ein kurzer Umweg. Wenn jemand diese Wanderung machen möchte, lohnt es sich auf jeden Fall nicht nur die offiziellen Etappen anzusehen sondern auch weitere Haltestellen und Stationen zu berücksichtigen.

Insa

35 Jahre, aus der Nähe von Bremen

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