Bei Wind und Wetter auf dem Nordpfad Riepholm-Gilkenheide

Rundwanderung in der Nähe von Visselhövede

An einem verregneten Sonntag Anfang Februar machten Sabrina und ich uns gemeinsam mit unserer ersten Gastwanderin aus der Community, Karen, auf, um eine ca. 12 km lange Wanderung auf dem Nordpfad Riepholm-Gilkenheide zu unternehmen.


Die Wanderung auf dem Nordpfad war bereits seit Dezember letzten Jahres geplant und wir hatten ganz besonderen Besuch dabei: Karen, die unseren Blog über Instagram entdeckt hatte und einfach einmal mitwandern wollte. – Wir freuen uns über jeden der sich uns einmal anschließen möchte.

Deswegen brachte auch niemand von uns das Thema „Wanderung absagen“ auf den Tisch, als der Wetterbericht für unseren geplanten Wandertag immer schlechter wurde. „Wir heißen ja auch nicht Windundwetterwandern ohne Grund“, dachten wir uns. Oder „So schlimm kann es ja gar nicht werden“.

Voll motiviert trafen wir uns also am Startpunkt der Wanderung und marschierten erst einmal durch einige Felder Richtung Wald. Hier wurden wir schon von einigen Spaziergängern komisch angeschaut, denn es nieselte bereits. Später wurden wir auch noch von einem Mann im Auto überholt, der mit seinen Hunden Gassi fuhr – die Hunde liefen draußen und er fuhr langsam im Auto nebenher. Kurios.

All das hätte uns eigentlich zu denken geben sollen. Aber nun gut, wir sind ja nicht aus Zucker. Wir stapften fröhlich weiter, in der Hoffnung, dass das Wetter bestimmt später besser werden würde. Kleidungstechnisch waren wir gut ausgestattet und was sollte schon passieren?!

Immerhin – im Wald wurden wir nicht so nass. Das Wetter wurde jedoch leider so gar nicht besser. Wir blieben so gut es ging positiv. Das gelang uns auch ungefähr die erste Hälfte der Strecke ganz gut. Denn solange waren die Regenklamotten dicht. Auch erfreuten wir uns besonders über einen kleinen Unterstand, an dem wir unser Picknick machen konnten. Leider war die Mittagspause nur sehr kurz, denn nach kurzer Zeit ging auch schon weiter, bevor die Muskeln kalt wurden. Jetzt merkten wir auch wie die regenfeste Kleidung nach über 1,5 Stunden Wanderung so allmählich nachgab.

Beste Mittagspause

Im Wald fanden wir dann noch einen goldenen Luftballon und wahrscheinlich den buntesten Gegenstand, der uns an dem Tag begegnet ist. Karen nahm ihn mit, denn in die Natur gehört er wirklich nicht. Unsere Mitwanderin war überhaupt sehr tapfer und nahm die Situation gelassen.

Als wir noch einige Kilometer vor uns hatten, wurde es windiger, es regnete immer mehr und hagelte zwischendurch, so dass die letzte halbe Stunde eine wirkliche Qual war. Kurz vor Ende haben wir den Luftballon leider doch noch an die Natur verloren… Da es so stark stürmte und zu hageln begann, hat der Ballon sich einfach losgerissen. Wir waren zu dem Zeitpunkt schon bis auf die Unterhose und die Socken durchnässt (trotz der Regenkleidung) und erreichten endlich den Parkplatz. Stolz, dass wir diese Wanderung trotzdem durchgezogen hatten und doch um die Erkenntnis reicher, dass nicht jedes Wetter zum Wandern geeignet ist, fuhren wir alle gen Heimat. Karen´s Fazit war dann, dass wir eindeutig bei Wind und Wetter wandern. Sie würde auch nochmal mitkommen, allerdings dann nur bei schönem Wetter.

Der Nordpfad ist bei anderem Wetter sicherlich lohnenswert – aufgrund unserer enggezogenen Kapuzen, die wie Scheuklappen waren, haben wir jedoch nicht alles so genau gesehen.

Insa

32 Jahre, aus der Nähe von Bremen

Ein Kommentar:

  1. Bis zum nächsten Mal bei Sonnenschein 😃

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