Fitness-Wandern auf dem Nordpfad „Kempowskis Idylle“

An einem Sonntag Ende November trafen Sabrina und ich uns, um erneut einen der Nordpfade zu wandern. Es standen die 11,6 Kilometer der „Kempowskis Idylle“ auf dem Programm und diesmal sollte es eine besondere Wanderung werden: wir hatten das Buch „Fitness Wandern – Wie Du beim Wandern effektiv in Form kommst“ von André Uzulis (unbezahlte Werbung) im Gepäck und versuchten uns neben dem normalen Wandern auch an einigen Übungen aus dem Buch.


Los ging es für uns um 11 Uhr am Friedhof in Nartum. Hier parkten wir unsere Autos und versuchten zunächst einmal der Karte zu entnehmen in welche Richtung wir nun loslaufen müssten. Da es einen Pfeil mit „neuer Startpunkt“ auf der Karte gab, liefen wir erst einmal völlig selbstbewusst in die falsche Richtung. Dies merkten wir erst am Ende der Straße als wir keinen Wegweiser fanden, denn diese waren auf den anderen Nordpfaden, die wir bisher erwandert haben, sehr zuverlässig verteilt. Also schauten wir die Route auf dem Handy an, entdecken unseren Fehler und liefen nun – noch einmal an den Autos vorbei – in die richtige Richtung.

Wir kamen zunächst an einem kleinen Steingrab vorbei, welches neben einem Bauernhof liegt und mit einer Informationstafel noch einmal Einblicke in die Geschichte gibt. Der Wanderweg ist übrigens nach Walter Kempowski benannt, einem deutschen Schriftsteller, der einen Großteil seines Lebens im kleinen Ort Nartum verbrachte, in dem die Wanderung startet.

Steingrab in Nartum
Am Hünenkeller

Fröhlich liefen wir die ersten Meter an einer Straße entlang, bis wir dann ein Waldgebiet erreichten – hier war es wirklich (wie der Name schon sagt) idyllisch und es begegneten uns mehr Menschen als wir gedacht hätten. Als wir an einer Moorlandschaft vorbei liefen, kam sogar die Sonne raus und hielt sich für die restliche Zeit der Wanderung wacker am Himmel.

Frau blickt auf Moor
Tolle Aussicht

Wir wanderten vorbei an Wiesen und einem großen Steinhaufen bis wir endlich eine Bank für unser Picknick fanden. Unsere inoffizielle Wandersregel ist, dass wir erst frühestens nach der Hälfte eine Picknickspause einlegen, denn dann hat man sie sich besonders verdient. Diesmal gab es Blätterteigtaschen gefüllt mit Kartoffel-Erbsen-Curry.

Frau isst Mittag auf Wanderung
Picknick geniessen

Nach dem Essen packten wir unser Fitness-Wandern-Buch aus und machten einige Übungen aus verschiedenen Kategorien hierfür nach. Besonders die Übungen mit den Wanderstöcken und die Partnerübungen haben uns hierbei Spaß gemacht. Bei einer kürzeren Strecke kann man diese wunderbar in die Wanderung integrieren und seinen Körper dadurch noch etwas mehr trainieren beziehungsweise das Training perfekt ergänzen.

Am Ende wanderten wir noch an einem weiteren Steingrab vorbei und erreichten nach etwas über 3 Stunden wieder den Parkplatz. Wir können sowohl diese Wanderung, als auch die Abwechslung aus Wanderung und Fitness, die wir hatten, sehr empfehlen.

Wer noch nach einem Weihnachtsgeschenk für Wandersleute sucht, liegt mit diesem Buch sicher nicht verkehrt. Im ersten Teil werden sowohl die Disziplinen „Wandern“ als auch „Fitness“ vorgestellt und wir lernten so einiges Neues über unsere liebste Outdoorbeschäftigung. Der größte Teil des Buches besteht dann aus Fitnessübungen, die in verschiedene Kategorien (z.B. Mobilisation, Kraft oder Partnerübungen) eingeteilt sind, so dass man die einzelnen Übungen beliebig für den eigenen Nutzen kombinieren kann. Wer sich dies (noch) nicht zutraut, kann auf die vorgeschlagenen Trainingsprogramme zurückgreifen. Somit richtet sich das Buch eher an Wanderer, die nicht regelmäßig in Studios trainieren gehen, dies allerdings gerne in der Natur machen würden.

Insa

35 Jahre, aus der Nähe von Bremen

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