Harz: Wanderung entlang des Bodetals

Thale-Hexentanzplatz-Rosstrappe-Thale

Eine wundervolle Harzwanderung von Gesa und Sabrina im Bodetal Thale. Über 14 km geht es steil hoch und runter über den Hexentanzplatz und den Fluss bis hin zur Rosstrappe und wieder zurück ins Dorf nach Thale.


Zum Ende des Jahres schnürten Gesa und ich unsere Wanderschuhe und starteten dieses mal mit Hund eine ca. 14 km langen Etappe im Naturschutzgebiet Bodetal. Von Thale aus ging es zuerst steil bergan – auf rauen, steinigen Wegen wandern wir hinauf zum Hexentanzplatz.

Informationstafel im Bodetal
Willkommen im Bodetal

Bei herrlichstem Novemberwetter mit Sonnenschein und recht milden Temperaturen liefen wir für über eine Stunde hinauf zum Wandertreff Hexentanzplatz. Neben uns entfernten sich der Fluss und das Bodetal immer mehr und wir wanderten fröhlich und beseelt Schritt für Schritt entlang des Weges. Im Vergleich zu meinen letzten Wanderungen im Flachland der Lüneburger Heide, ist dieses mal die Natur und auch die Beschaffenheit der Wege komplett anders. Der erste Aufstieg brachte uns direkt in Schwitzen und wir nutzten die Gelegenheit, um das vor uns liegende sonnige Örtchen Thale zu fotografieren. Die Aussicht und die Luft waren herrlich und klar. Die meisten Bäume hatten ihre Blätter bereits verloren und somit wanderten wir auf laubbedeckten, steinigen Wegen in Richtung Spitze.

Steine und Bäume am Wegesrand im Harz
Steinige Aussichten

Oben angekommen empfing uns ein verlassenes kleines Hexendorf. Die kleinen Hütten waren aus aktuellem Anlass verlassen und weit und breit zeigten sich keine anderen Menschen. Wir näherten uns dem Kern des Platzes und dem Parkplatz. Dort fanden wir liebevoll gestaltete Figuren aus einer anderen Welt, die zeitlos Wache halten vor dem im Hintergrund befindlichen, verlassenen Restaurant.

Teuflische Skulpturen im Harz
Ein bisschen unheimlich wären diese Skulpturen im Dunkeln bestimmt…

Wir liefen entlang der steinigen und steilen Felskante und wagten einen Abstecher hinauf auf einen anmutig aussehenden Felsen. Es erforderte einerseits einiges an Kletterkunst, aber auch sehr viel Mut die Felsspalte und die damit zusammenhängende Grenze im Kopf zu überwinden.

Aber nach kurzem Zögern hatten wir es geschafft und konnten bereits das nächste Etappenziel weit unter uns erkennen. Nach einem letzten Foto machten wir uns auf zum Abstieg in das noch weit entfernt liegende und unter uns zu sehende Bodetal.

Zwei Frauen im Harz
Sabrina und Gesa mit bester Aussicht

Auf nassen und zum Teil super rutschigen Wegen schlängelten wir uns nach und nach bergab. Wir erfreuten uns an der schönen Natur und der Hund freute sich über die grenzenlose Freiheit. Nach dem vielen Flachlandwandern merkte ich schon bald meine Oberschenkel. Doch das Rauschen der Bode kommt immer näher und bald darauf waren wir wieder unten angelangt.

Dort erwartete uns ein weiteres verlassenes Restaurant names Königshaus und nicht weit entfernt wanderten wir entlang der Bode vorbei am Göthe Felsen und der Brücke „Katerstieg“.

Kurz darauf starteten wir wieder bergauf zur Rosstrappe. Im Harz ist die Landschaft eben doch etwas anders. Bei fast windstillem Wetter kamen wir bergauf direkt wieder ins Schwitzen und nach kurzer Zeit hatten wir auch diesen Aufstieg gemeistert. Es war bereits nach 13 Uhr und so beschlossen wir im Sonnenschein direkt am höchsten Punkt unser Picknick zu machen.

Wegweiser zum Aussichtspunkt der Bülowhöhe
Los geht’s zum Aussichtspunkt

Frisch gestärkt ging es weiter entlang der Hotels, Gaststätten und dem Parkplatz der Seilbahnen Thale. Mit einem kleinen Abstecher liefen wir über felsigen Untergrund bis zum Ende der Rosstrappe. Die Aussicht war einfach wundervoll und so blickten wir einige Zeit lang über die kargen Wälder und die scheinbar endlose Natur.

Seilbahn im Harz
Die Seilbahn wäre auch eine Alternative, für alle die nicht so weit laufen möchten

Statt der Seilbahn traten wir den Rückweg ins Tal natürlich zu Fuß an. Auf demselben Weg wanderten wir wieder ins Tal hinab in Richtung Auto. Nach ungefähr 4,5 Stunden waren wir wieder am Parkplatz in der Nähe des Bahnhofs von Thale angekommen. Freudig über die schöne, aber durchaus anstrengende Wanderung machten wir uns auf den Heimweg. Tschüss Harz- wir werden bald wieder kommen.

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