Freudenthalweg Etappe 1: Verden – Sieverdingen

Der Freudenthalweg – eine Zusammenfassung:

Übersicht der Etappen bereitgestellt von dem Norddeutschen Wanderverband:

Kurze Etappenbeschreibungen und die GPX-Daten als Download findet man auf der Seite „Wanderkompass.de“.

Entfernungen und Etappen entlang des Freudenthalwegs.
Hier führt der Freudenthalweg lang…

(Wer direkt mit dem Lesen des Blogs starten will, muss einfach nur ein kleines Stück nach unten scrollen – viel Spaß!)

Der Freudenthalweg ist einer der ältesten Wanderwege der Region, der mit etwa 150 km einen großen Teil von Niedersachsen durchquert. Der Start des Weges liegt für uns am Bahnhof in Verden und führt im Verlauf der ersten Etappe entlang des Magic Parks in Verden. Danach kreuzt der Weg die A27 und führt nach Kirchlinteln. Das erste Etappenziel liegt dann im knapp 20 km entfernten Sieverdingen. Ein kleiner unscheinbarer Ort umgeben von Wald und Wiesen. Die zweite Etappe führt durch Walsrode – direkt am Bahnhof entlang passiert man Sehenswürdigkeiten, wie das Heidemuseum und das Kloster. Danach kreuzt der Freudenthalweg die bekannteren Wanderwege, z.B. den E1 (Europäische Fernwanderwege), den Heidschnuckenweg (200km von Celle nach Fischbek) und den allseitsbekannten Jakobsweg. Die Wege sind super ausgeschildert und abwechslungsreich.

Es geht durch Bad Fallingbostel und Dorfmark nach Soltau. Dort führt der Weg durch die Innenstadt entlang der Soltautherme durch das Böhmetal und dann weiter in Richtung Wald. Dabei schlängelt sich der Weg immer wieder entlang der Böhme – die Natur entlang des Weges ist vielseitig. Solbald man Schneverdingen erreicht hat, steht man buchstäblich vor den Weiten der Lüneburger Heide. Je nach Jahreszeit erwartet einen eine lila Blütenpracht und eventuell auch die ein oder andere Heidschnucke. Im Naturschutzgebiet der Lüneburger Heide erstreckt sich das wohl bekannteste Heidegebiet Niedersachsen und der Freudenthalweg führt mitten hindurch. Häufig kreuzt der Freudenthalweg hier wieder den Jakobs- und den Heidschnuckenweg. Doch auch die letzten Etappen des Freudenthalwegs haben noch viel zu bieten. Als nächstes steht der höchste Berg der Region an: der Wilseder Berg mit 169,2 Höhenmetern.

Sobald man die letzte Etappe startet, hört man bereits die Nähe zur Großstadt. Immer wieder kann man das Rauschen von Autos auf den umliegenden Autobahnen wahrnehmen. Nichtsdestotrotz bleibt die Landschaft dörflich und abwechslungsreich. Am Ende des Weges erreicht man die Großstadt Hamburg. Endstation ist die Bushaltestelle im Appelbütteler Weg vor den Toren Hamburgs.


Freudenthalweg – es geht los!

Auf den Spuren der Heimatschriftsteller und Brüder Freudenthal starteten wir im Herbst unsere erste Etappe des gleichnamigen Wegs von Verden nach Sieverdingen. Über 20 km Abenteuer lagen heute vor uns.

Eine alte Tradition zwischen Insa und mir, uns gegenseitig mit sportlichen Herausforderungen auf Trab zu halten – vor Jahren zu unserer Studienzeit geboren – markierte nun die Geburtsstunde unseres ersten Fernwandererlebnisses: Eine Challenge in besonderen Zeiten sollte es sein… Darum beschlossen wir kurzerhand den Herbst zu nutzen, um zu wandern und Zeit miteinander und in der Natur zu verbringen. Insa bringt schon ein wenig Erfahrung mit mehrtägigen Wanderungen mit, für mich war dies eher Neuland, doch wir würden immer Zuhause schlafen, daher ging es dieses Mal nur um das Wandern an sich.

Die Herausforderung wurde angenommen – und somit war das Ziel klar: Von Verden nach Hamburg sollte es gehen. Auf dem Freudenthalweg 150 km durch unser beider Heimat.

Zwei Frauen an einem Wegweiser des Freudenthalwegs.
Wir folgen den Wegweisern

Über den gewählten Weg war vorab kaum etwas zu finden. Ein echter Underdog unter den Wanderwegen. Das kam uns gerade gelegen, da wir die Strecken abseits des Trubels und der Massen lieben. Der Freudenthalweg wurde von uns kurzerhand in 7 Etappen unterteilt und wir wollten uns noch im Herbst 2020 auf den Weg machen. Wind und Wetter sollten keine Rolle spielen und so stimmten wir direkt feste Wandertermine ab und dann ging es los…

Wanderung entlang Felder.
Wir wandern entlang vieler Felder

Mitte September war es dann soweit! Die erste Etappe stand an und so trafen wir uns in Verden am Parkplatz der Lönsschule. Es würde nun etwa 20 km nach Sieverdingen gehen. Wir hatten bestes Wetter, starteten mit viel Elan und Zuversicht und begaben uns direkt auf die Suche nach den weißen „F“s am Wegesrand. Sie konnten an Straßenschilder oder Laternenpfähle angeklebt sein oder mit Farbe direkt an Bäume oder Steine gemalt worden sein. Oder einfach überall sonst. Man musste die Augen offen halten, um nicht vom Weg abzukommen.

Wegweiser des Freudenthalwegs mit Sonnenblume.
Überall fanden wir die Wegweiser mit dem weißen „F“ auf schwarzem Grund.

Zum Teil auf abenteuerlichen, zugewachsenen Wegen liefen wir durch das Verdener Umland. Dabei liefen wir auf Wald- und Feldwegen, kreuzten einige Straßen und fanden uns zum Teil auf sehr zugewachsen Wegen wieder. Die Natur hatte sich an einigen Stellen die Wege zurückgeholt, aber die F´s waren noch nicht verblasst. Wir merkten an vielen Stellen, dass wir eben auf dem Underdog unterwegs waren, was uns jedoch auch eine menschenfreie Wandererfahrung bescherte. Überraschenderweise war die komplette Strecke super gut ausgeschildert, so dass wir keine Probleme hatten dem Weg zu folgen.

Es ging durch wundervolle Wälder, durch das Naturschutzgebiet der Hügelgräberheide und entland ländlicher Felder. Die Sonnenblumen standen noch in prachtvoller Blüte und wir erfreuten uns an der vielseitigen Natur. Wir kamen an mehreren idyllisch gelegenen Höfen vorbei und erreichten nach einer entspannten Mittagspause ohne Umwege das Ziel in Sieverdingen.

Mit heiterer Gelassenheit und einem positiven Fazit beendeten wir unsere erste Etappe:: 20,8 km in 4,5 Stunden. Wunderbares Wetter, schöne Natur und die Lust den Rest des Freudenthalweges kennenzulernen. Eine Herausforderung, die Spaß machte!

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