Winterwanderung in der Bremer Schweiz

Entlang des Auetalwegs durch den Bremer Norden: Schlösser und Natur

Auf einem etwa 10 km langen Rundweg erkundeten wir die Bremer Schweiz zwischen den Bremer Stadtteilen Ihlpohl und Vegesack. Wir durchquerten das Tal der Schönebecker Aue und besuchten ein altes Herrenhaus und Schloss.


So nah und doch so unbekannt – zumindest für Mareike und mich. Geboren und aufgewachsen südlich von Bremen, war diese wundervolle Ecke noch wirkliches Neuland für uns. Aber schöne Landschaften sind ja dafür da, um bestaunt zu werden. Mit dem Auto ging es erst einmal quer durch Bremen bis zur Ökologiestation in Schönebeck. Hier nutzen wir den Parkplatz und dann ging das Abenteuer auch schon los.

Am Tag und in der Nacht zuvor hatte es geschneit und das ist in Bremen und der Umgebung in den letzten Jahren wirklich zu einer Seltenheit geworden. So schnürten wir unsere – Gott sei Dank wasserdichten – Wanderschuhe und stapften durch den weiß giltzernden Schnee durch Wälder und Wiesen, vorbei an Bächen und Seen.

Losgefahren unter einem grauen, wolkenverhangenen Himmel, fuhren wir direkt in eine perfekte Winterlandschaft. Glück mit dem Wetter hatten wir auch noch, es fühlte sich an als käme die Sonne nur für diese Wanderung heraus und so konnten wir die Wanderung noch mehr genießen. Unberührte Schneeflächen, weiß glitzernde Äste und über allem der tiefblaue Himmel mit wärmendem Sonnenschein.

Die klare Winterluft in den Nasen, gingen wir zunächst in Richtung Schloss Schönebeck, das von einem Schlossteich umgeben ist.

Schloss Schönebeck in der Bremer Schweiz
Das Schloss Schönebeck

Von dort bogen wir ab in die weißen Wiesen, Feuchtgebiete und die Wanderwege entlang der Aue. Wir überquerten schon bald die Landesgrenze nach Niedersachsen und erfreuten uns an den Winterbildern, die mit jeder Biegung anders aussahen: eisige, gefrorene Wasserflächen, an deren Rändern helles Schilfgras wuchs, dann weiße Flächen auf den vielen ursprünglichen Weiden rechts und links der Wege und verschneite Wälder, in denen jeder Baum eine andere fantastische Gestalt annahm. Immer wieder hielten wir an um die schöne Schneelandschaft fotografisch festzuhalten.

Frau auf verschneitem Weg
So stapften wir durch den Schnee…

Als wir zum Ende der Wanderung wieder in Richtung der Dörfer kamen, erwartete uns noch ein letztes Highlight: das Herrenhaus Leuchtenburg. Kleine Türme ragen in den Himmel, Efeu rankt sich an den Fassaden hoch und wir standen in stummer Betrachtung vor dem schmiedeeisernen Tor. Wirklich ein toller Abschluss dieser empfehlenswerten Wanderung, die wir auf Komoot gefunden haben.

Das Herrenhaus Leuchtenburg

Die Wanderung dauerte ca. 2,5 Stunden inklusive Pause und wir wanderten ca. 10 Kilometer. Während unserer Pause, bei der wir es uns auf unseren mitgebrachten Unterlagen auf einer verschneiten Bank gemütlich machten, besuchte uns auch ein Rotkehlchen, dessen buntes Gefieder sich wunderbar von dem weißen Schnee abhob. Leider wollte es sich nicht fotografieren lassen.

Glücklich kamen wir wieder am Auto an und fuhren zurück in die geschlossene Wolkendecke des Bremer Südens.

Insa

32 Jahre, aus der Nähe von Bremen

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